Keine Rendite mit der Miete Friedrichshain http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de Mieter_innen wehren sich. Auch in Friedrichshain! Thu, 01 Sep 2016 15:28:10 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Mit Mietrebellen gegen die CG Gruppe http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/21/mit-mietrebellen-gegen-die-cg-gruppe/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/21/mit-mietrebellen-gegen-die-cg-gruppe/#comments Sun, 21 Aug 2016 15:27:40 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/21/mit-mietrebellen-gegen-die-cg-gruppe/

„Wer hier kauft, kauft Ärger“ lautete das Motto einer Protestkundgebung, an der sich am Abend des 18.8.2016 ca. 200 Menschen vor der Rigaer Straße 71-73 beteiligten. Auf dem Areal will der Investor CG Gruppe das Carré Sama-Riga errichten.

Der Gesprächsführer des Unternehmens Christoph Gröner bezeichnet den geplanten Neubau, bei dem etwa 120 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten entstehen sollen, als soziales Projekt für den gesamten Kiez.
Zu Beginn der Kundgebung wurden kurze Videoclips gezeigt, in denen die CG Group ihre Vision einer von Rendite und Investitionen geprägten Stadt vorstellen. Einkommensarme Menschen kommen in diesem Bild gar nicht vor. In kurzen Redebeiträgen wurde verdeutlicht, dass hier nicht nur ein Grundstück bebaut, sondern der Friedrichshainer Nordkiez so verändert werden soll, dass Menschen mit wenig Einkommen dort nicht mehr leben können, also verdrängt werden wie bereits im Selbstverständnis-Video des Unternehmens.
Dagegen wehren sich seit mehreren Monaten Mieter_innen aus dem Friedrichshainer Nordkiez. Es gab bereits Anfang Mai kleinere Kundgebungen, einen Kiezspaziergang am 12.6. und eine Kiezdemonstration am 17.7. gegen das Carré Sama-Riga. Der Abbruch der alten Basalthäuser, die auf dem Areal standen, hat die Widerstandsbereitschaft der Nachbar_innen nur gestärkt. Es wurde deutlich, dass hier ein Investor mit der Arroganz der Macht Fakten schaffen will.

Bei der Kundgebung am 18.8. wurde der Film „Mietrebellen“ vor der Baustelle gezeigt. Er dokumentiert die vielfältigen Mieter_innenkämpfe in Berlin in den letzten Jahren. Im Anschluss gab es eine Diskussion mit dem Regisseur des Films und Soziologen Matthias Coers sowie Aktivist_innen der Stadtteilinitiative „Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain“.

Wie verhindern wir das Nobelprojekt?

Schnell stand die Frage im Mittelpunkt, wie wir uns als Nachbar_innen auch im Friedrichshainer Nordkiez so organisieren können, dass wir das Nobelprojekt verhindern können. Dabei wurde schnell klar, dass sich auf Politiker_innen niemand verlassen will. Wichtig ist die Selbstorganisierung vor Ort. Dabei wurde betont, dass es gerade im Friedrichshainer Nordkiez gute Voraussetzungen gibt. So steht das Hausprojekt Rigaer Straße 94 für einen jahrelangen Widerstand gegen Investorenträume. Die Polizeieinsätze im Gefahrengebiet Rigaer Straße haben es mit sich gebracht, dass die Nachbar_innen sich besser kennengelernt und gemeinsam gegen die Repression gewehrt haben. Der Widerstand gegen das Carré Sama-Riga könnte ein Projekt sein, wo die unterschiedlichen Nachbar_innen eine gemeinsame Praxis entwickeln können. Veranstaltungen wie die am 18.8. dienen auch dazu, über die Gründe des Widerstands zu informieren und im Stadtteil die eigene Unterstützer_innenbasis zu stärken. Sollte die BVV die Baugenehmigung für das Nobelprojekt erteilen, geht der Widerstand in die entscheidende Phase. Angedacht sind dann Aktionen wie Baustellenblockaden etc. Zudem ist bekannt, dass die CG Group weitere Projekte von einer ähnlichen Dimension in anderen Teilen Berlins plant, beispielsweise der Xberg-Tower am Halleschen Ufer 40-60. Auch Kundgebungen vor der CG-Zentrale in der Bismarckstraße wären eine Protestmöglichkeit.

Soziale Netzwerke im Stadtteil

Wichtig ist aber immer die Arbeit im Stadtteil, die sich nicht auf die Verhinderung eines Projekts wie das Carré Sama-Riga beschränken sollte. Dazu gehört auch der Kampf gegen die Zunahme der prekären Arbeitsverhältnisse, die mit dem Boom von Imbissen, Spätverkäufen, Restaurants im Kiez verbunden sind. Diese Arbeitsverhältnisse sind von informellen Absprachen statt erkämpften Rechten geprägt. Oft ist es dort schwer, Kämpfe zu führen. Doch der Arbeitskampf bei einem Spätkauf in der Samariterstraße in den Jahren 2011/12 zeigt, dass auch dort solche Kämpfe möglich sind.
Weitere Infos und Pressestimmen dazu gibt es hier: berlin.fau.org/news/art_111229-140434.

Noch ein Lesetip zu einem Text, der sich mit den Sozialen Netzwerken in den USA befasst, die Arbeits- und Mieter_innenkämpfe in einer Organisation bündeln wollen.

- Beitrag aus dem Deutschlandunk, der mit der Kundgebung beginnt und auch auf
die Kad(t)erschmiede und HG eingeht

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/21/mit-mietrebellen-gegen-die-cg-gruppe/feed/
Donnerstag, 18.8, Rigaer Str. 71-73 http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/16/donnerstag-18-8-rigaer-str-71-73/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/16/donnerstag-18-8-rigaer-str-71-73/#comments Tue, 16 Aug 2016 10:05:50 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/16/donnerstag-18-8-rigaer-str-71-73/ Filmkundgebung

Veranstaltung gegen das geplante Carré Sama-Riga und den Abriss der Lidl-Filiale. Im Rahmen der Kundgebung zeigen wir den Film „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ über den vielfältigen Protest gegen Verdrängung in Berlin. Anschließend gibt es die Möglichkeit, mit dem Regisseur Matthias Coers und der Initiative „Keine Rendite mit der Miete/ Friedrichshain“ über die Situation des Berliner Wohnungsmarktes und die Perspektiven im Friedrichshainer Nordkiez zu diskutieren.

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/08/16/donnerstag-18-8-rigaer-str-71-73/feed/
Mieter_innen wehren sich gegen Carré Sama Riga und andere Luxusneubauten http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/18/mieter_innen-wehren-sich-gegen-carre-sama-riga-und-andere-luxusneubauten/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/18/mieter_innen-wehren-sich-gegen-carre-sama-riga-und-andere-luxusneubauten/#comments Mon, 18 Jul 2016 09:02:03 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/18/mieter_innen-wehren-sich-gegen-carre-sama-riga-und-andere-luxusneubauten/ Ca. 300 Menschen haben sich am 16.7.2016 im Nordkiez von Berlin-Friedrichshain an einer Demonstration gegen das Carré Sama Riga beteiligt. Dabei handelt es sich um ein Nobelprojekt der CG-Gruppe, das seit Wochen für Protest im Stadtteil sorgt.

Es gab bereits vor einigen Wochen erste Kundgebungen, ein Kiezspaziergang begann an dem Areal. Ein von der CG-Gruppe anberaumter Informationstag am 11.6. ist zu einem Fiasko für das Immobilienunternehmen geworden. Ca. 80 Besucher_innen forderten einen Stopp des Baus. Christoph Gröner vom CG-Vorstand erklärte dann, die Kritiker_innen seien vernagelt und er werde auf jeden Fall bauen, auch wenn er einen Sicherheitsdienst zur ständigen Überwachung engagieren muss. Dabei gibt es bisher noch keine Baugenehmigung, wohl aber eine Abrissgenehmigung für die bisherigen Gebäude auf dem Grundstück. Vor zwei Wochen wurden daher die alten Basalthäuser, die dort standen, abgerissen. Nun findet sich auf dem Gelände ein Trümmerfeld. „Der Abriss war eine Kampfansage an die Nachbar_innen und sollte ihnen signalisieren, der Bau des Carré Sama Riga lässt sich doch nicht mehr verhindern. Doch für viele war es ein Signal, zu sagen, jetzt müssen wir uns erst Recht wehren. Das war auch der Grund für die Demonstration noch vor der Sommerpause“, erklärte eine Aktivistin der Stadtteilinitiative „Keine Rendite mit der Miete“, von der die Demonstration organisiert worden ist. Auf der Route durch den Friedrichshainer Nordkiez wurde Passant_innen und Mieter_innen immer wieder der Zusammenhang von dem Bau solcher Nobelprojekte und dem Anstieg der Mieten dargestellt. Auf der Route hatten sich auch noch einige Interessierte der Demonstration angeschlossen.

Schlecht bezahlte Arbeitsplätze nehmen zu

Eine andere Folge der Verdrängung ist der Druck auf Läden des alltäglichen Bedarfs, die schließen müssen. Sie werden ersetzt durch Spätverkäufe und Imbisse. Die aber sind gekennzeichnet durch besonders schlecht bezahlte Arbeitsplätze und lange Arbeitszeiten, 12 Stunden Arbeit täglich auf Hartz IV-Niveau ist keine Seltenheit, hieß es in einem Redebeitrag. Es wurde das Beispiel eines Arbeitskampfes in einen Spätkauf in der Samariterstraße erwähnt, der für den Beschäftigten positiv ausging. Er ist ein Einzelfall, weil er sich gewehrt hat, viele nehmen die Arbeitsbedingungen aber hin. In einem weiteren Redebeitrag wurde auf einen Fall von Mieter_innenverdrängung und Widerstand in der Schreinerstraße 57 hingewiesen. Zurzeit sollen die MieterInnen mit Abfindungen dazu gebracht werden, ihre Mietverträge aufzulösen. Einige weigern sich und werden unter Druck gesetzt. Die Demonstration war auch ein Zeichen der Unterstützung für diese Mietrebell_innen. „Solche Aktionen sollen den Alltagswiderstand stärken, sollen helfen, Mieter_innen bei ihrem Widerstand zu unterstützen und auch eine solidarische Umgebung erzeugen, wo Menschen, denen eine Zwangsräumung droht, solidarische Menschen finden, die das zu verhindern versuchen, hieß es in einem Beitrag. Natürlich gab es auch eine Rede, die sich mit der aktuellen Situation der Bewohner_innen der Rigaer Straße 94 befasste, die nach mehrwöchiger Dauerbelagerung durch die Polizei vor einigen Tagen durch eine Gerichtsentscheidung die geräumten Teile des Hauses zurück erhielten. Danach wurde die Polizeibelagerung vorerst beendet. Die Initiative „Keine Rendite mit der Miete“ betonte mehrmals, dass der Kampf der Bewohner_innen auch eine Inspiration für sie war. So haben Mieter_innen aus anderen Teilen des Nordkiezes mitbekommen, dass man sich wehren kann. Dabei wurde auch betont, dass diese Kooperation in den letzten Monaten durch die Belagerung der Rigaer Straße entstanden ist. Es geht darum, alle Nachbar_innen in den Kampf gegen die Umstrukturierung einzubeziehen und sich nicht spalten zu lassen, in die angeblichen Besetzer_innen und in Mieter_innen. „Wir sind alle Mieter_innen, wir haben unterschiedliche Erfahrungen von Kampf und Widerstand. Wir können voneinander lernen, wenn wir die unterschiedlichen Bezüge anerkennen“, hieß es einem Beitrag.

Neuer Kommunaler Wohnungsbau statt Luxus-Neubauten

Ein Mitglied der Berliner Mietergemeinschaft betonte in seinem Redebeitrag, dass die Mehrheit der Berliner Bevölkerung bezahlbare Wohnungen statt Luxusprojekte fordere. Er stellte das Konzept eines neuen kommunalen Wohnungsbaus vor, das von der Berliner Mietergemeinschaft angestoßen wurde. Dabei geht es nach dem Vorbild von Wien in den 1920er Jahren darum, den Wohnungsbau den Verwertungsinteressen kapitalistischer Immobilienfirmen zu entziehen. Stattdessen soll die Kommune dafür sorgen, dass Wohnungen als soziale Infrastruktur für alle gebaut werden und dass Menschen, die Wohnungen brauchen, eine bekommen, unabhängig von ihren Einkommen. Damit wurde eine schon heute machbare Alternative angesprochen, die allerdings nur durch starken Druck von unten durchsetzbar ist. Weiter Druck von unten wird auch nötig sein, um das Motto der Demo Realität werden lassen, dass das Projekt Carré Sama Riga verhindert wird. So wurde zum Abschluss noch einmal betont, dass es wohl noch viele Aktionen braucht, um das umzusetzen. In einem Tagesspiegel-Interview erklärte ein Manager der CG-Gruppe, dass sich die Immobilienwirtschaft selber zu helfen weiß. Dabei haben sie Staat und Justiz auf ihrer Seite. Das haben wir MieterInnen nicht. Wir können uns nur helfen, wenn wir uns solidarisch wehren und uns nicht spalten lassen. Dafür war die Demonstration ein gutes Beispiel. Sie zeigte, dass es für das Carré Sama Riga im Kiez keine Akzeptanz gibt.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/185293

Redebeitrag der Initiative neuer kommunaler Wohnungsbau auf der Kiezdemo zum Carré Sama Riga

Presse zur Demo:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/rigaer-strasse-in-berlin-friedrichshai…
Berliner Zeitung:
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/rigaer-strasse-70-73-anwohner-demo…

Neues Deutschland:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1018965.keine-porscheparkplaetz…
Mieterecho Online:
http://www.bmgev.de/mieterecho/mieterecho-online/carre-sama-riga-2.html

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/18/mieter_innen-wehren-sich-gegen-carre-sama-riga-und-andere-luxusneubauten/feed/
Bericht: Videokundgebung http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/04/bericht-videokundgebung/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/04/bericht-videokundgebung/#comments Mon, 04 Jul 2016 14:00:53 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/04/bericht-videokundgebung/ *Solidarität mit den Bewohner_innen der Rigaer Straße94 und allen von Räumung
bedrohten Mieter_innen!*

Dreihundert Personen beteiligten sich am Abend des 1. Juli an einer Videokundgebung auf der Kreuzung Liebigstraße / Ecke Rigaer. Die Kiezgruppe Friedrichshain hatte aus Solidarität mit der Rigaer Straße 94 eingeladen. Mit Aufrufen, Reden und an eine Hauswand projizierten Fotos und Videos erklärten u.a. der Journalist Peter Nowak und der Filmemacher Matthias Coers ihre Solidarität mit von Räumung bedrohten Projekten wie in der Rigaer Straße oder dem M99 in Kreuzberg. Zugleich forderten sie dazu auf, den Widerstand von Mietern und Mieterinnen für den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum und die Kämpfe
um den Erhalt subkultureller Freiräume zusammen zu betrachten und diese auch gemeinsam zu führen. Das für alle spürbare Versagen von Markt und Politik, günstigen Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen bei zugleich zunehmender sozialökonomischer Spaltung der Gesellschaft, mache es notwendig eine “Neue Städtische Solidarität” gemeinsam zu entwickeln.

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/07/04/bericht-videokundgebung/feed/
Aufruf der Initiative „Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain“ zur Demo gegen Carré Sama Riga am Samstag, 16. Juli 2016, 16:00 Uhr. http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/aufruf-der-initiative-keine-rendite-mit-der-mietefriedrichshain-zur-demo-gegen-carre-sama-riga-am-samstag-9-juli-2016-1600-uhr/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/aufruf-der-initiative-keine-rendite-mit-der-mietefriedrichshain-zur-demo-gegen-carre-sama-riga-am-samstag-9-juli-2016-1600-uhr/#comments Thu, 30 Jun 2016 08:59:41 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/aufruf-der-initiative-keine-rendite-mit-der-mietefriedrichshain-zur-demo-gegen-carre-sama-riga-am-samstag-9-juli-2016-1600-uhr/  „Baustopp für neue Luxusbauten“, diese Parole vielen Häuserwänden, die rund um die Rigaer Straße in Friedrichshain zu lesen. Sie richten sich gegen das Carré Sama Riga, das die CG-Gruppe auf dem Areal einer ehemaligen Möbelfabrik in der Rigaer Straße 70-73 errichten will.



Das Projekt sorgt zunehmend für Protest in der Nachbarschaft. Das wurde am 11. Juni deutlich, als die GG-Gruppe zu einem Informationstag in den Hof des geplanten Projekts einlud. Der Gesprächsführer des Unternehmens Christoph Gröner bezeichnete den geplanten Neubau bei dem etwa 120 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten entstehen sollen, als soziales Projekt. Doch davon war die große Mehrheit der ca.80 Anwohner_innen nicht zu überzeugen. Der Unmut wurde noch größer, als Gröner die protestierenden Nachbar_innen als dumm und vernagelt beschimpfte und deutlich machte, dass sie in seinen Augen kein Mitspracherecht hätten Er werde bauen und das Areal vom Sicherheitsdienst schützen lassen, auch wenn weiter protestiert wird, erklärte er. Viele der Anwesenden trafen sich am 12. Juni erneut an der Rigaer Straße 71-73 zu einem Kiezspaziergang gegen Verdrängung durch den Friedrichshainer Nordkiez. „In dem Stadtteil hat die Verdrängung von einkommensschwachen Menschen nicht erst mit dem Carré Sama Riga begonnen. Doch das Bauvorhaben hat bewirkt, dass Mieter_nnen sich dagegen zu wehren beginnen“.
Wenn es uns gelingt, ein kapitalistisches Projekt wie das Carré Sama Riga zu verhindern, können wir deutlich gemacht, dass wir uns wehren können und auch Erfolge haben. Dann lernen wir auch die Probleme unserer Nachbar_innen kennen. Die Mieter_innen aus den vor zwei Jahrzehnten besetzten Häusern haben im Laufe der Jahre viele Erfahrungen im Widerstand gesammelt, von denen Mieter_innen aus nicht besetzten Häusern profitieren kennen. Umgekehrt lernen die Ex-Besetzer_innen in der konkreten Auseinandersetzung Nachbar_innen kennen, die nicht alle in das Henkel’sche Geschrei über das Gefahrengebiets Rigaer Straße einstimmen. Sie lernen Menschen kennen, für die das zur Miete wohnen durchaus ein Kulturgut ist, dass im Kapitalismus verteidigt werden muss und dass sie motiviert, gegen Nobelprojekte im Kiez auf die Straße zu gehen. Jetzt geht es darum, den Unmut über das Carré Sama Riga überall im Kiez zu sehen ist. Wie im letzten Jahr im Wrangelkiez die Bizzim-Kiez Banner überall zu sehen waren, so könnte es jetzt überall im Friedrichshainer Nordkiez und nicht nur dort heißen. „Carré Sama Riga verhindern“ oder „Stopp der Luxus-Neubauten“ . Dafür wollen wir auch am 9.7 auf die Straße gehen.

16.7.2016 // 16:00 UHR START: SCHLEIDENPLATZ, NÄHE FRANKFURTER ALLEE (U+S)
Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/aufruf-der-initiative-keine-rendite-mit-der-mietefriedrichshain-zur-demo-gegen-carre-sama-riga-am-samstag-9-juli-2016-1600-uhr/feed/
1. Juli, Videokundgebung, Solidarität mit der Rigaer94 http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/1-juli-videokundgebung-solidaritaet-mit-der-rigaer94/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/1-juli-videokundgebung-solidaritaet-mit-der-rigaer94/#comments Thu, 30 Jun 2016 08:54:43 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/1-juli-videokundgebung-solidaritaet-mit-der-rigaer94/ Solidarität mit der Rigaer Straße 94 und allen von Vertreibung bedrohten MieterInnen.
VIDEOKUNDGEBUNG AM 1.7., AB 21 UHR AM DORFPLATZ, (RIGAER STRAßE/ECKE LIEBIGSTRAßE)

Seit mehr als einer Woche herrscht rund um die Rigaer Straße 94 erneut der Ausnahmezustand. Polizei und ein privater Wachdienst befinden sich und vor dem Haus. Bewohner_innen werden kontrolliert, ihr Eigentum zerstört und abtransportiert. Hierbei handelt es sich um flagrante Verletzungen von Mieter_innenrechten. In den letzten Wochen haben wir im Wiederstand gegen Nobelprojekte, wie das geplante Sama-Riga-Carree in der Rigaer Straße 71-73, unsere Nachbar_innen besser kennen gelernt. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass wir uns jetzt mit ihnen solidarisieren Wenn jetzt hier elementare Rechte außer Kraft gesetzt werden, ist ein Angriff auf die Grundrechte aller Mieter_innen.
Mit der Solidaritätskundgebung auf dem Dorfplatz wollen wir unsere Solidarität zeigen, fordern den sofortigen Abzug von Polizei und Sicherheitsdienst aus dem Friedrichshainer Nordkiez. Wir haben immer wieder erfahren, dass die über Bord geschmissen werden, wenn sie Profitinteressen von Hauseigentümer_innen im Wege stehen. Doch in den letzten Jahren hat sich eine sehr vielfältige Mieter_innenbewegung in Berlin entwickelt, die gegen Vertreibung und Luxussanierung kämpft. An ihr sind Senior_innen, ebenso beteiligt sind wie Kleingärtner_innen und ehemalige Besetzer_innen. Auf der Kundgebung wollen wir mit einigen Videos einige Facetten dieser neuen Berliner Mieter_innenbewegung zeigen.

HÄNDE WEG VON UNSEREN NACHBAR_INNEN! WIR BLEIBEN ALLE“
INITIATIVE KEINE RENDITE MIT DER MIETE/FRIEDRICHSHAIN

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/1-juli-videokundgebung-solidaritaet-mit-der-rigaer94/feed/
12. Juni / 14-16 Uhr Kiezspaziergang gegen Gentrifizierung http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/03/12-juni-14-16-uhr-kiezspaziergang-gegen-gentrifizierung/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/03/12-juni-14-16-uhr-kiezspaziergang-gegen-gentrifizierung/#comments Fri, 03 Jun 2016 08:46:56 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/03/12-juni-14-16-uhr-kiezspaziergang-gegen-gentrifizierung/ Nach dem Start in der Rigaer Str. 70/71 führt der Spaziergang durch den Nordkiez (Stationen: Rigaer 84, 94, 77, 78, Liebig 34, Frankfurter Alle, Schreiner 57, Voigt 42). Er endet mit einem buntem Programm bei Szene 5 e.V. in der Villa Kuriosum (Scheffelstr. 21). Der Kiezspaziergang findet einen Tag nach einem Investorentreffen im Nordkiez statt. Investoren intererressiert nur ihr Profit und nicht die Menschen, die hier leben und vertrieben und gewachsene Strukturen die zerstört werden. Wir müssen informiert sein und gemeinsam handeln, um in unseren Kiezen das noch Verbliebene für uns zu retten.

Veranstalter: Bezirksgruppe Friedrichshain der Berliner MieterGemeinschaft in Zusammenarbeit mit vielen mietenpolitisch Aktiven in Friedrichshain.

06.06.16 / 20:30 Uhr Vorbereitungstreffen für den Kiezspaziergang gegen Gentrifizierung durch den Friedrichshainer Nordkiez am 12.06.16 Mieterladen, Kreutzigerstr. 23. Für einen geplanten Kiezspaziergang im Friedrichshainer Südkiez suchen wir noch Mitstreiter*innen.

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/03/12-juni-14-16-uhr-kiezspaziergang-gegen-gentrifizierung/feed/
Feiern für „Zwangsumzüge stoppen“ und Rechercheprojekt „Ferienwohnungen in Friedrichshain“ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2014/01/19/feiern-fuer-zwangsumzuege-stoppen-und-rechercheprojekt-ferienwohnungen-in-friedrichshain/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2014/01/19/feiern-fuer-zwangsumzuege-stoppen-und-rechercheprojekt-ferienwohnungen-in-friedrichshain/#comments Sat, 18 Jan 2014 22:09:49 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2014/01/19/feiern-fuer-zwangsumzuege-stoppen-und-rechercheprojekt-ferienwohnungen-in-friedrichshain/ 25.01.14/ 20:30 Soliparty Zwangsräumung verhindern im Naherholung Sternchen (Berolinastraße 7)
Seit über einem Jahr kämpft das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ gemeinsam mit Menschen, die von einer Zwangsräumung bedroht sind. Wir gehen gemeinsam zum Gericht, besuchen Ämter, organisieren Demonstrationen, Blockaden und setzen uns dafür ein, dass Wohnen keine Ware mehr ist. So konnten schon über 20 Zwangsräumungen verhindert werden.
Das kostet Geld und es fallen auch immer wieder Repressionskosten an. Deswegen machen wir eine Soliparty. Gemeinsam tanzen gegen Zwangsräumungen!
„Zwangsräumung verhindern“ Soliparty mit Konzerten, SoliPfeffibar, Hiphop, Bounce und all times favourites im Keller sowie ausgewählt gutem Techno und House auf 2 Floors.
Infos: http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

20.01.14/ 20:30 Basteltreffen der BerlinerMieterGemeinschaft / BG Friedrichshain
im Mieterladen, Kreutzigerstr. 23, 10247 Berlin

Wir basteln eine Ferienwohnung-Infowand.

Derzeit sind ca. 20.000 Wohnungen durch Ferienwohnungen dem Mietermarkt entzogen. Die Vermieter verdienen sich eine „goldene Nase“, zahlen vielleicht nicht mal Steuer dafür und wir finden keine bezahlbaren Wohnungen mehr.
Wir wollen Ferienwohnungen aufdecken und sichtbar machen und im besten Fall durch geeignete Aktionen dem Mietermarkt zurückführen.
Daher sind wir auf Ihre/ Eure Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns über Ihre/ Eure Infos zu Ferienwohnungen in Friedrichshain: Adresse am besten mit Anzahl der Ferienwohnungen, möglichst Etage, möglichst wer vermietet und vielleicht auch Auslastung und Kosten, wenn Sie/ Ihr davon Kenntnis habt – und auch Ihre/ Eure Probleme damit…

Ihre/ Eure Infos an uns entweder direkt zu den Mieterberatungszeiten jeden Montag 18-20 Uhr und Donnerstag 19-20 Uhr oder per Mail an mieterladen@gmx.de

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2014/01/19/feiern-fuer-zwangsumzuege-stoppen-und-rechercheprojekt-ferienwohnungen-in-friedrichshain/feed/
Mieterfest, Lesung, Filme: Friedrichshainer Beteiligung an der Aktionswoche „Keine Profite mit der Miete“ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/06/18/mieterfest-lesung-film-friedrichshainer-beteiligung-an-der-aktionswoche-keine-profite-mit-der-miete/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/06/18/mieterfest-lesung-film-friedrichshainer-beteiligung-an-der-aktionswoche-keine-profite-mit-der-miete/#comments Tue, 18 Jun 2013 08:55:51 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/06/18/mieterfest-lesung-film-friedrichshainer-beteiligung-an-der-aktionswoche-keine-profite-mit-der-miete/

Plakat als Kopiervorlage

Aktionswoche vom 22. bis 29. Juni 2013 in vielen Städten bundesweit :: Konzerte, Veranstaltungen, Lesungen zu den Themen Recht auf Stadt, neoliberale Stadtpolitik und Mietenwahnsinn.

Friedrichshainer Veranstaltungen


Mo, 24.6. 20:30 Uhr,
Mieterladen (Kreutzigerstr. 23)
Film: Lychner 64. Doku über den Verlauf von Modernisierungsarbeiten im Sanierungsgebiet Helmholtzplatz in Berlin Prenzlauer Berg.

Di, 25.6. 18:00 Uhr, Mieterladen (Kreutzigerstr. 23)
Film: Betongold. Eine Dokumentation über den europäischen Immobilienboom, Angst und die Unsicherheit der Betroffenen. Im Film „Betongold“ berichtet die Regisseurin Katrin Rothe von dem Mietshaus in dem sie lebt, und das eines Tages den Besitzer wechselt. Dieser Investor erscheint zunehmend als übermächtiger Feind, dem die Mieter hilflos gegenüber stehen – trotz ihrer Mietverträge.

Do, 27.6. 17 Uhr: Frankfurter Allee 21/23
MieterInnenfest. Programm: mieterrat-frankfurter-allee.org
20:30 Uhr, Sanatorium 23 (Frankfurter Allee 23)
Thomas Keck liest Gedichte von Peter Hacks
„Wohnen im Baudenkmal“ verspricht die Werbung, um die frisch sanierten „Stalin-Bauten“ in der Frankfurter Allee wohnungsweise zu verkaufen. Die Verdrängung der alteingesessenen MieterInnen, die teilweise selbst am Bau der Häuser beteiligt waren, gehört ins Konzept. Wir halten diesem Etikettenschwindel die sozialistische Klassik des Berliner Dramatikers Peter Hacks entgegen.

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/06/18/mieterfest-lesung-film-friedrichshainer-beteiligung-an-der-aktionswoche-keine-profite-mit-der-miete/feed/
Bis zum Sommer: Straßenfeste, Aktionswochen, Informationen http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/05/11/bis-zum-sommer-strassenfeste-aktionswochen-informationen/ http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/05/11/bis-zum-sommer-strassenfeste-aktionswochen-informationen/#comments Sat, 11 May 2013 17:24:42 +0000 Administrator Allgemein http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/05/11/bis-zum-sommer-strassenfeste-aktionswochen-informationen/ Das erste Treffen für einen „AK Keine Rendite mit der Miete“ in Friedrichshain hat diese Woche stattgefunden. Die Resonanz war überschaubar.

Die Straßenfeste im August in der Richard-Sorge-Straße und Kreutzigerstraße wollen wir für weitere Vernetzungen nutzen. Es gibt bereits Kontakte aus den Vorjahren zu den Veranstalter_Innen. Wichtig ist uns die Thematisierung von Zwangsräumungen. Laut Statistik gibt es täglich 20 Zwangsräumungen in Berlin. Davon wohl auch einige in Friedrichshain. Das soll nicht länger ohne Öffentlichkeit stattfinden.

Die Mieter_innen in den Stalinbauten Frankfurter Allee planen noch vor den Sommerferien ein Straßenfest. Zeitlich passt das, denn Ende Juni ist eine bundesweite Aktionswoche „Keine Rendite mit der Miete! Die Stadt gehört allen!“ geplant. Es gibt bereits Vorbereitungsgruppen in mindestens 12 Städten. Möglich wäre, in dieser bundesweiten Aktionswoche einen weiteren Stadtteilspaziergang zu organisieren, vielleicht an andere Orte, mit anderen Informationen und diesen auch für Infoflyer für Folgeaktionen (Infostände auf Straßenfesten etc.) zu nutzen.

Die Bezirksgruppe Friedrichshain der Berliner Mietergemeinschaft trifft sich übrigens als offen arbeitende Arbeitsgruppe jeden 3. Montag im Monat um 20:15 Uhr im Mieterladen, Kreutzigerstr. 23. Großes Thema hier ist dort ein Überblick zu Friedrichshainer Mietwohnungen die als Ferienwohnungen genutzt werden, zu bekommen.

In der Radiosendung des Mieterladen am 21.05. auf 88,4 wird der Mietrechtsanwalt Wilhelm Lodde zu Gast sein, um über das neue Mietrecht zu sprechen.

Wir werden hier über neue Treffen informieren. Wenn ihr auf unseren Newsletter wollt, dann schreibt uns über das Kontakt-Formular.

]]>
http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2013/05/11/bis-zum-sommer-strassenfeste-aktionswochen-informationen/feed/