Aufruf der Initiative „Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain“ zur Demo gegen Carré Sama Riga am Samstag, 16. Juli 2016, 16:00 Uhr.

 „Baustopp für neue Luxusbauten“, diese Parole vielen Häuserwänden, die rund um die Rigaer Straße in Friedrichshain zu lesen. Sie richten sich gegen das Carré Sama Riga, das die CG-Gruppe auf dem Areal einer ehemaligen Möbelfabrik in der Rigaer Straße 70-73 errichten will.



Das Projekt sorgt zunehmend für Protest in der Nachbarschaft. Das wurde am 11. Juni deutlich, als die GG-Gruppe zu einem Informationstag in den Hof des geplanten Projekts einlud. Der Gesprächsführer des Unternehmens Christoph Gröner bezeichnete den geplanten Neubau bei dem etwa 120 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten entstehen sollen, als soziales Projekt. Doch davon war die große Mehrheit der ca.80 Anwohner_innen nicht zu überzeugen. Der Unmut wurde noch größer, als Gröner die protestierenden Nachbar_innen als dumm und vernagelt beschimpfte und deutlich machte, dass sie in seinen Augen kein Mitspracherecht hätten Er werde bauen und das Areal vom Sicherheitsdienst schützen lassen, auch wenn weiter protestiert wird, erklärte er. Viele der Anwesenden trafen sich am 12. Juni erneut an der Rigaer Straße 71-73 zu einem Kiezspaziergang gegen Verdrängung durch den Friedrichshainer Nordkiez. „In dem Stadtteil hat die Verdrängung von einkommensschwachen Menschen nicht erst mit dem Carré Sama Riga begonnen. Doch das Bauvorhaben hat bewirkt, dass Mieter_nnen sich dagegen zu wehren beginnen“.
Wenn es uns gelingt, ein kapitalistisches Projekt wie das Carré Sama Riga zu verhindern, können wir deutlich gemacht, dass wir uns wehren können und auch Erfolge haben. Dann lernen wir auch die Probleme unserer Nachbar_innen kennen. Die Mieter_innen aus den vor zwei Jahrzehnten besetzten Häusern haben im Laufe der Jahre viele Erfahrungen im Widerstand gesammelt, von denen Mieter_innen aus nicht besetzten Häusern profitieren kennen. Umgekehrt lernen die Ex-Besetzer_innen in der konkreten Auseinandersetzung Nachbar_innen kennen, die nicht alle in das Henkel’sche Geschrei über das Gefahrengebiets Rigaer Straße einstimmen. Sie lernen Menschen kennen, für die das zur Miete wohnen durchaus ein Kulturgut ist, dass im Kapitalismus verteidigt werden muss und dass sie motiviert, gegen Nobelprojekte im Kiez auf die Straße zu gehen. Jetzt geht es darum, den Unmut über das Carré Sama Riga überall im Kiez zu sehen ist. Wie im letzten Jahr im Wrangelkiez die Bizzim-Kiez Banner überall zu sehen waren, so könnte es jetzt überall im Friedrichshainer Nordkiez und nicht nur dort heißen. „Carré Sama Riga verhindern“ oder „Stopp der Luxus-Neubauten“ . Dafür wollen wir auch am 9.7 auf die Straße gehen.

16.7.2016 // 16:00 UHR START: SCHLEIDENPLATZ, NÄHE FRANKFURTER ALLEE (U+S)
Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain


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