Archiv für April 2013

Spaziergang: Stationen des MieterInnenkampfes

Ca. 60 Menschen beteiligten sich am Abend des 24.4. an einen Spaziergang durch den Stadtteil Friedrichshain, der den Vernetzung von Mieter_innenwiderstand fördern sollte. Er wurde von der AG „Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain vorbereitet. Dort haben sich Aktivist_innen des Mieterladens, der Antifa Friedrichshain, der Internationalen Kommunist_innen und Bewohner_innen im Stadtteil engagiert. Vorbilder für den Mieter_innenspaziergang waren ähnliche Aktionen in den vergangenen Monaten in Neukölln und Kreuzberg.
Begonnen hat der Spaziergang am U-Bahnhof Frankfurter Allee. Da war es noch ein überschaubarer Kreis. Doch schon bei den ersten Kurzstopp an der Rigaer Straße/Ecke Voigtstraße waren es ca. 60 Teilnehmer_innen. Soviele waren es beim Spaziergang immer, wobei sich die Teilnehmer_innen abwechselten. Es waren Menschen aller Altersgruppen dabei, eben ein Querschnitt der Bewohner-innen im Stadtteil.

Hier die Stationen des Spaziergangs: (mehr…)

„Spazieren gegen Rendite“ (nd, 25.04.2013)

„Spazieren gegen Rendite“ (nd, 25.04.2013)
Stadtteilinitiative in Friedrichshain will Widerstand gegen Mietervertreibung organisieren

Die Baustellen sind in der Rigaer Straße in Friedrichshain nicht zu übersehen und zu überhören. »Doch für wen werden diese Wohnungen gebaut«, fragt Heinz Steinle (Name geändert). Der Aktivist der Stadtteilinitiative »Keine Rendite mit der Miete« verweist auf die Schilder, auf denen Käufer für die neu errichteten Eigentumswohnungen gesucht werden.
Menschen mit geringen Einkommen können sich eine Wohnung im »Green Village« (Grünes Dorf) bestimmt nicht leisten, das auf dem Areal der Rigaer Straße 18/19 errichtet wird. Als die Sanus-AG das Projekt mit den 142 Eigentumswohnungen auf der Expo-Real vorstellte, wurde der vermögenden Klientel ein Wohnungskauf mit dem Hinweis auf die Tiefgaragen schmackhaft gemacht. (mehr…)

Fotos: Mietenstopp-Spaziergang 24. April

Mit 50 Leuten durch den Friedrichshainer Kiez… Danke an alle die dabei waren!

Treffen zur weiteren Vernetzung:
Mittwoch, 8. Mai, 19 Uhr, UBI-Mieterladen (Kreutzigerstr. 23, Friedrichshain)


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Rigaerstr: „Bambiland“ wird „Green Village“

In der Rigaer Straße 18-19 wird gerade ein Green Village errichtet mit teueren Eigentumswohnungen und Tiefgarage.

Mehr Infos: www.haufe.de

Hier ein Artikel üer die Vorstellung dieses Projekts auf der Expo Real in München:

Sanus stellt Berliner Wohnbauprojekt „Green Village“ vor
Sanus stellt Berliner Wohnbauprojekte vor „Green Village“ in Berlin-Friedrichshain

Die Sanus AG realisiert 142 Wohnungen in Berlin-Friedrichshain: Der Baustart für das Quartier „Green Village“ soll im Frühjahr 2013 sein. Auf der Expo Real in München stellt der Entwickler am Dienstag, den 9. Oktober, sein jüngstes Berliner Wohnungsbauprojekt vor.
Das Wohnquartier „Green Village“ im Berliner Stadtteil Friedrichshain entsteht auf dem 6.492 Quadratmeter großen, ehemaligen Garagengelände in der Rigaer Straße 18/19. Hier wird die Sanus AG 142 Eigentumswohnungen mit einer Wohnfläche von rund 12.300 Quadratmetern realisieren. Insgesamt beinhaltet das Projekt neben der Errichtung von sieben zusammenhängenden Gebäuden im Innenhofbereich sowie einem Wohnhaus als Lückenschließung, die Sanierung der Rigaer Straße 19 und den Bau einer Tiefgarage mit 86 Stellplätzen. Die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.

24.4.2013 Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain

24.4.2013 Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain
Treffpunkt: 18 Uhr S/U-Bahnhof Frankfurter Allee
Abschluss: 20 Uhr, Boxhagener Platz, Videokundgebung.

Wer mit wachen Augen durch Friedrichshain geht, wird es merken. Die Zahl der Baustellen hat zugenommen. Meistens informieren Hinweisschilder gleich noch, wo sich Interessent_innen von Eigentumswohnungen hinwenden können, wenn sie hier investieren wollen. Menschen mit geringen Einkommen hingegen müssen sich auch in Friedrichshain zunehmend fragen, ob und wie lange sie sich die Wohnung hier noch leisten können. In einigen Häusern versuchen Eigentümer_innen die Bewohner_innen mit juristischen Mitteln und Schikanen zum Wegzug zu bewegen. Aber es gibt auch vielfältige Formen von Protest und Widerstand. Bewohner_innen informieren sich über ihre Rechte, wehren sich juristisch gegen Eigentümer_innenwillkür, schließen sich zusammen.
Bewohner_innen in der Frankfurter Allee 5 – 27 haben Mieter_innenräte gegründet, in der Boxhagener Straße 26 haben sie sich erfolgreich gegen die Umwandlung von Miet- in Ferienwohnungen eingesetzt. Auch gegen die Bebauungspläne des Freudenthaler Areals im Süden von Friedrichshain regt sich Protest. Manchmal informieren Transparente und Plakate über Entmietungsversuche in bestimmten Häusern. (mehr…)